Jugendkirchen

Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh 10, 10)

Inhalt

  • 4 Formate: Jugendkirchen mit Kirchenraumkonzept, Hausjugendkirchen, Mobile Jugendkirchen, Teilmobile Jugendkirchen
  • Jugendkirchen mit Kirchenraumkonzept: Ursprungsjugendkirchen, Gottesdienste, Projekte, Ausstellungen, Raumwirkung, Raumgestaltung
  • Hausjugendkirchen: Raum zum Essen, Leben und Glauben teilen
  • Mobile Jugendkirchen: Flexibles und mobiles Konzept (meist umgesetzt im ländlichen Raum)
  • Teilmobile Jugendkirchen: Gemeinschaft leben und Partizipation, Idee gibt Ort vor, auch Kirchenraum steht zur Verfügung

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In Jugendkirchen geschieht die Auseinandersetzung mit Gott auf vielfältige Weise – durch Kulturarbeit, durch Begegnung, durch Gottesdienst, durch Verkündigung und Projekte. Im Vordergrund steht der Versuch einer Antwort auf die Sehnsucht nach mehr, die Sehnsucht nach Spiritualität. Ihre große Stärke liegt in einer jugendaffinen Liturgie, an deren Vorbereitung die Jugendlichen selbst mitwirken. Allen Jugendkirchenformen ist gemeinsam, dass junge Menschen hier Raum finden, sich und ihre Vorstellungen von Kirche einzubringen und zu leben. Seit der Eröffnung der ersten Jugendkirche im Jahr 2000 haben sich die Konzepte weiterentwickelt.

Jugendkirchen mit Kirchenraumkonzept

Diese Jugendkirchen haben einen Kirchenraum zur Verfügung, den sie sowohl für Gottesdienste als auch für Aktionen und Projekte nutzen. Diese sind konzeptionell bewusst im Kirchenraum angesiedelt. Optisches Merkmal ist die Gestaltung durch Jugendliche, die oftmals eine andere Ästhetik in die Kirche bringt. Konzeptionell ist der Kirchenraum somit Gestaltungsraum, Aneignungsraum, Resonanzraum und Bühne und Ausstellungsraum.

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Hausjugendkirchen

Diese Jugendkirchen finden an einem festen Ort statt, an dem über die Liturgie hinaus das tägliche Leben geteilt wird. Eine Hausjugendkirche ist ein Raum, der kein Kirchenraum ist, sondern vielmehr ein Raum, der als Jugendraum genutzt wird und durch einen Meditations-/Gebetsraum quasi „sakralisiert“ wird. Hier wird Gemeinschaft gelebt und so ähnlich dem Modell der urchristlichen Hauskirche, Kirche erfahren.

Mobile Jugendkirchen

Diese Jugendkirchen sind aufsuchend, bereiten vor und feiern mit Jugendlichen Gottesdienst – in einer Kirche oder an anderen Orten. Sie nutzen also Kirchenräume oder andere Orte und bestehen vorrangig im ländlichen Raum. Die Mobilität ist konzeptionell festgeschrieben und so intendiert; mobile Konzepte reagieren auf die Gegebenheiten vor Ort.

Teilmobile Jugendkirchen

Diese Jugendkirchen haben einen festen Standort und dort auch feste und regelmäßige Angebote, sind aber dennoch mobil und aufsuchend, wenn sie andere Orte für Gottesdienste und/oder Projekte nutzen. Sie versuchen, Milieuüberschreitung durch Formate zu ermöglichen, die bewusst andere Orte aufsuchen und dort mit andern Lebenswelten in Kontakt kommen.